von Albert Glossner, 19. Juli 2013
Aktivierungsübungen, Spiele, Auflockerungsspiele, Energyzer, Energieaufbau, Aktivierung … Mit diesen Begriffen meinen viele Trainer das Gleiche: kurze, aktivierende, häufig mit Bewegung verbundene Übungen. Hier haben wir dir 33 Aktivierungsübungen für tolle Spiele im Seminarkontext zusammengestellt. Außerdem geben wir dir ein paar grundlegende Tipps für den Umgang mit Aktivierungsübungen im Seminarkontext an die Hand.
Aktivierungsübungen können folgende Ziele haben:
Unser Tipp: Um eine Akzeptanz bei den Teilnehmern zu erreichen, empfiehlt es sich, zu Beginn den Einsatz dieser Aktivierungsübungen kurz zu begründen und bei der Auswahl geeigneter Übungen sorgfältig vorzugehen. Dies bedeutet, mit eher „harmlosen“ Übungen zu beginnen und je nach Resonanz der Gruppe den Spaßfaktor schrittweise zu steigern. Je mehr es gelingt, einen Bezug der Übung zum Thema oder zur folgenden Lernaktivität („… für folgendes Thema benötigen wir viel Aufmerksamkeit und Konzentration, dazu eine kleine Übung….“) herzustellen, desto größer die Akzeptanz.
Viele Trainer erarbeiten sich mit der Zeit eine Sammlung von häufig eingesetzten Aktivierungsübungen. Hier die TOP 7 der Aktivierungsübungen aus der Praxis der abb-seminare.
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Alle Teilnehmer stehen im Kreis.
Jeder Teilnehmer sucht sich gedanklich einen anderen Teilnehmer aus, der für ihn sein „Mond ist“.
Gleichzeitig ist jeder Teilnehmer auch Satellit.
Auf ein Zeichen des Trainers geht es nun darum, möglichst schnell als Satellit seinen Mond drei Mal zu umkreisen.
Alle stehen im Kreis. Ein Klatschen wird im Kreis weitergegeben.
Variante 1: mit stets steigernder Geschwindigkeit
Variante 2: ein zweites Klatschen verfolgt das erste Klatschen
Variante 3: Doppelklatschen bedeutet Richtungswechsel
Variante 4: Bestimmten Rhythmus klatschen (z.B. Dreiviertel-Takt)
Alle stehen im Kreis.
Der Trainer erläutert, dass es lange und kurze Monate gibt.
„Januar ist lang, Februar kurz, März lang, und so weiter …“
„Nun werden wir diese gemeinsam sprechen und dies jeweils mit einer kleinen Bewegung unterstützen: Bei einem langen Monat machen wir uns lang, bei einem kurzen Monat kurz“ – Trainer macht vor.
Dann gemeinsam starten, laut und deutlich sprechen…
Die Gruppe erhält die Aufgabe, von 1 bis 20 durchzuzählen, wobei keine feste Reihenfolge eingehalten werden darf.
Sobald 2 Teilnehmer die gleiche Zahl gleichzeitig sagen, muss neu gestartet werden.
Prozess installieren:
Die Teilnehmer stehen im Kreis.
Trainer: „Nun installieren wir einen Prozessablauf“.
Sie beginnen, indem Sie einem Teilnehmer A einen Ball zuwerfen, möglichst jemanden, der Ihnen gegenübersteht. Dieser wirft ihn zu Teilnehmer B, B wirft ihn nun zu C etc., bis jeder (nur) einmal einen Ball erhält.
Bevor die Übung losgeht, informieren Sie die Gruppe, dass sich jeder merken soll, wem er den Ball zugeworfen hat und von wem er ihn bekommen hat. Wer den Ball weitergegeben hat verschränkt die Arme, so dass jeder den Ball nur einmal erhält.
Nachdem die erste Runde gelaufen ist, lohnt es sich, noch eine zweite anzuschließen, denn es gibt immer wieder Teilnehmer, die noch nicht mitbekommen haben, dass es wichtig ist, immer die gleiche Reihenfolge beizubehalten.
Nun geht es richtig los:
Es beginnt wie oben, doch bald darauf werfen Sie einen zweiten Ball in die Runde, dann den dritten usw. Dabei bleibt die Reihenfolge immer gleich. Wenn es gut läuft, entsteht ein richtiger Rhythmus. Aber natürlich lässt mal jemand den Ball fallen – dann ist der Rhythmus wieder unterbrochen.
Weitere Elemente kommen hinzu:
Wenn der Prozess steht, kann ein zweites Element hinzugenommen werden, d.h. ein andersfarbiger Ball – der Kunde, nach dem Motto: „Der Kunde stört immer“.
Als drittes Element kommt dann die gewerkschaftlich vereinbarte Pause hinzu – ein Glas Wasser, das im Kreis herumgereicht wird
Reihenfolge festlegen:
Alle stehen im Kreis. Anzahl der Teilnehmer ist n. Zunächst werden Zahlen von 1 bis n vergeben und dadurch eine Reihenfolge festgelegt. Diese wird wiederholt, bis der Ablauf (jeder kommt einmal dran) stabil steht.
Farben vergeben:
In der nächsten Runde werden Farben vergeben. Wichtig ist: jede Farbe nur einmal, jeder erhält eine Farbe. So entsteht auch hier eine Reihenfolge. Wenn dieses einmal wiederholt ist, füge ich als Trainer die Zahlen hinzu, so dass Reihenfolge Zahlen und Reihenfolge Farbe gleichzeitig ablaufen.
Positionswechsel integrieren:
Wenn dies stabil läuft, sage ich Stopp und führe den Positionswechsel ein: ich gehe zu einem Teilnehmer, tippe ihn an und nehme seinen Platz ein. Der geht zu einem anderen Teilnehmer, der wieder zu einem anderen, bis auch hier eine Reihenfolge installiert ist. Sobald diese stabil läuft, nehme ich wieder Farbe und Zahl hinzu.
Es werden zwei Teams gebildet. Die knobeln gegeneinander, wobei sich ein Team immer gemeinsam auf ein Symbol einigen muss.
Es gibt:
Löwe (Hände zu Krallen geformt, ein Schritt nach vorne, Löwengebrüll)
Samurai (schlägt mit Schwert zu und macht „Ha“)
Oma (erhobener Zeigefinger, tippelt nach vorne, macht „Dudududu“)
Die Regeln sind:
Löwe frisst Oma
Samurai schlägt Löwe Kopf entzwei
Oma schimpft Samurai
Anschließend spielen beide Teams z.B. 5 Runden gegeneinander.
Mit unseren erprobten Aktivierungsübungen kannst du deine Seminare, Trainings und Workshops verbessern und eine positive Atmosphäre aufbauen. Alle 33 Aktivierungsübungen kannst du dir für 0 € downloaden.
Weitere Methoden, Seminarspiele und Aktivierungsübungen lernst du im Modul „Zaubern“ unserer Trainerausbildung kennen.
Die aktuelle Gehirnforschung bestätigt: positive Stimmung, unmittelbare Erfahrung und aktive Beteiligung fördern das Lernen.
In diesem Modul lernst du, wie du als Trainer*in eine unterstützende und motivierende Lernatmosphäre gestaltest und wie du dein Training durch aktivierende Methoden bereicherst. Kurz: wie du deine Teilnehmer*innen verzauberst. So erlebst du in diesem Modul die Wirkung kreativer Seminarmethoden. Diese Vielfalt überträgst du auf deine eigene Trainingspraxis. Du erkennst die Bedeutung von Lernprozessen, die über das rein Kognitive hinausgehen. So kannst du deinen Teilnehmern intensivere und nachhaltigere Lernerlebnisse ermöglichen.
über Albert Glossner
Diplom Psychologe
Ausbildungsleiter Positive Psychologie (DACH-PP)
Ich bin Diplom-Psychologe und seit 1993 Geschäftsführer der ABB e.V.. Neben meiner Führungstätigkeit bin ich als Trainer aktiv. Schwerpunkte meiner Trainertätigkeit sind die Aus- und Weiterbildung von Trainern, sowohl im offenen Seminarprogramm der abb-seminare, als auch unternehmensintern. Seit 2015 ist die Positive Psychologie ein neues Schwerpunktthema meiner Arbeit.
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